Montag, 30. März 2009

Zweiter Artikel für die Schülerzeitungen

David Jakob, 08V

Terve,

On pakko sanoa että puhun jo ihan hyvin suomea. Mutta minä kirjoitan nyt englanniksi, koska minä haluan olla varma että jokainen ymmärtää mitä minä sanon.

A well-known symbol of Finland is the bear. For many people it’s also beer, but that’s another story. Everyone knows that here are bears somewhere living in the forests, walking around being a king of the woods, but the main question which comes up, is: When in a lifetime it happens to you that you are actually able to see this creature in front of your eyes, except in a Zoo?

Everyone knows it, but no one sees. With this metaphor I try to express how important it is to be open-minded for new experiences, for example by discovering a new country. When I came to Finland, I saw it, I saw a country like every other, maybe a bit colder but in overall totally similar. I didn’t know yet what qualities, surprises and experiences I would be about to gain and discover in a so special way.

What do you know really about the rest of Europe, Asia, Africa and America? Clichés, Stories and plump Pictures, but not in any way the inner source and heart of those continents and their countries. How about then applying for an exchange year, a social year or civil service abroad? Abroad discovering and falling in love with the heart of a new country.

Of course and without a doubt it is hard to leave family and friends for a longer time, but you’ll get it paid off by being honestly able to be proud on yourself that you managed this challenge. For me personally, it seems now much more painful having to leave Finland in this summer.

I found amazing friends and fell in love with all qualities Finland gives me. Especially the real and honest character of the people, the landscapes with lakes and forests, Mökki and Sauna and the whole atmosphere spreading out of this soul.
Take this chance. It’s so much waiting outside your home.
Straight Talk: A second home.

Kiitos kaikesta Suomi!

Nähdään,

Dave eli David Jakob

Sonntag, 22. März 2009

Eine Nacht unter den Sternen, Eine Nacht im Zelt

Moi!

Partio. Die Partios hier in Finnland sind, ins Deutsche, Pfadfinder. Es ist wahnsinnig verbreitet und beliebt, denn wo man auch hinsieht sieht man Wald. Beispielsweise ist jede/-r meiner Gastgeschwister fest dabei und trifft sich alle paar Wochen im Klubhaus mit den Gleichgesinnten. Dort wird gelehrt wie man Bäume sägt, Feuer macht, einen Schlafplatz vorbereitet und am besten sein Equipment pflegt. Dies sind wirklich hilfreiche Fähigkeiten hier in Finnland und jeder beherrscht sie mit verbundenen Augen, denn ich habe es gestern Abend und Nacht miterleben dürfen. 

Den Rucksack gepackt, seine wärmsten Klamotten am Leib, noch schnell im Supermarkt Nudelsuppen und Grillwürste eingekauft ging es auf in den Wald mit meinen Freunden. Ein paar waren bereits dort und fällten eine Birke. Das ist legal hier in Finnland, denn der Wald gehört jedem und man muss sich keine Erlaubnis vom Forstamt oder von sonst wo besorgen. Ich half das Holz zu hacken und den Schnee für den Schlafplatz wegzuschaufeln. Danach bauten wir das Zelt auf und versuchten allmählich das Feuer zu zünden. Nasses Holz machte uns eine Zeit lang etwas Schwierigkeiten aber Geduld gehört zum Campen eben auch einfach dazu. Wir grillten, tranken ein wenig und sangen, auf finnisch. Also das heisst, sie sangen, da ich zwar finnisch aber die Volks- und Freundsklassiker noch nicht drauf habe. In der Nacht hatte es ca. -10 bis -15 Grad Celisus, und das merkte man beim Erwachen am nächsten Morgen. Die Knochen schmerzten ein wenig vom harten Eis- und Astbett und an der Nase glänzte ein Eiszapfen. Alles gar kein Problem, da nach dem Aufräumen eine heisse Sauna auf uns wartete. 

Es war eine unbeschreibliche und grandiose Erfahrung. Dieser Sternenhimmel hier im Norden, der Duft vom Tannen- und Birkenwald, das Gemeinschaftsgefühl mit den Bodenständigen Finnen und einfach der Fakt, dass die wenigsten sowas je genossen haben!

Bilder vom Geburtstagsabend

Isäni ja Minä - Mein Vater und Ich

Einer der besten, Kaveri, Freund: Der Ossi

Tytöt - Die Mädels: Aino, Nini, Anne-Mari, Matleena, usw.

Montag, 9. März 2009

Jääkiekko - Eishockey

Ja Heute war es soweit, die Stunde hat geschlagen zum Sportunterricht. Heute auf dem Programm: Eishockey. Es war eine mentale und physische Herausforderung sich auf das Eisfeld mit ca. 20 finnischen Klub- oder Hobbyeishockeyspielern zu begeben, mit dem Bewusstsein, sich als Kind gerade einmal auf der Kreisbahn einigermassen bewegen gekönnt zu haben und die Fallrate unter der Zahl Zehn stehen zu lassen. Mein erstes finnisches Eishockeyspiel stand mir kurz bevor.

Zu beginn der Stunde habe ich ein paar Runden ohne Eishockeyschläger gedreht um mich auf der Materie einigermassen zurecht zu finden. Das Bremsen habe ich aber nie so recht rausbekommen. Währenddessen sehe ich dort meine Sportklasse übers Eis sprinten, spektakuläre Stops hinlegen und den Puk mit sauberer Wucht ins Tor schiessen.

Ich war bereit. Und schon hat mich der Sportlehrer aufs Feld gewunken.

Es lief überraschend gut und auf dem Kleinfeldspiel habe ich sogar ein paar Tore und gute Pässe gelandet. Ich war stolz auf mich, dass ich die Herausforderung angenommen habe, auch wenn mein Hintern ein wenig schmerzt von ein paar Stürzen, es waren jedoch wiederum weniger als Zehn.

Das Bremsen muss ich noch lernen!


Donnerstag, 5. März 2009

Meine Geburtstagswoche

Ein herzliches Hallo an Alle,

und mitdabei eine Danksagung für alle Geburtstagswünsche und Geschenke die ich erhalten habe oder noch auf dem Weg sind. Es bedeutet mir unglaublich viel, das so viele Freunde an mich gedacht haben und für mich, auch wenn ich nicht dabei bin, feiern. Ich bekomme viele Emails, Briefe und Anrufe und jedes mal strahle ich über die ganze Backe! Hier mit meinem Vater und meinen finnischen Freunden zu feiern war auch aber nicht zu verachten, Wir hatten eine herrliche Zeit hier verbracht, ein volles Programm gehabt und jede Minute ausgenützt. Es war ja nun schon sieben ganze Monate her, das wir uns nicht mehr gesehen hatten, jedoch hatte sich ausser meinem Alter überhaupt nichts verändert und wir haben dieselben guten Unterhaltungen geführt, über dieselben Scherze beim Bierchen trinken gelacht und über Gott&die Welt philosophiert.

Bilder von den Tagen kommen bald!

Danke Danke Danke Danke Danke...

Dienstag, 24. Februar 2009

Mökki

Terrrve!

Letzte Woche hatten wir Ski-Ferien (Hiihto-Loma). Diese Zeit verbrachte ich von Samstag, den 14. Februar 09, bis Mittwoch, den 18. Februar 09 mit meiner Gastfamilie in deren Mökki. Falls ihr noch nichts mit dem Begriff "Mökki" anfangen könnt, hier eine kleine Definition und zeitgleich eine Schilderung meiner Zeit dort.

Die meisten Familien hier in Finnland besitzen ein Mökki, meistens von den Ur- oder Grosseltern erbaut und beziehbar für die ganze Verwandschaft. Es ist ein Sommerhäuschen, was aber nicht bedeutet, das man es nicht auch im Winter besuchen kann. Meistens im totalen Wald, ein paar Kilometer von der nächsten Ortschaft oder von dem nächsten Laden entfernt. Direkt an einem der hunderttausenden Seen Finnlands. Unser Mökki liegt an einem der grössten, in der östlichen Mitte von Finnland und sehr nahe der russischen Grenze gelegenen Seen. Es gibt kein fliessend Wasser und keine Toilette innerhalb des Wohnhäuschens. Wasser wird vom Eisloch aus dem See geschöpft und in der Sauna erwärmt. Die Notdurft verrichtet man im Plumpsklo hinter dem Haus. Sehr angenehm, morgens um 8, bei -17Grad Aussentemperatur! Geheitzt wird überall mit Holzkachelofen. Arbeiten wie Holzhacken, Wasser schöpfen und Essen bereiten, nehmen so ziemlich den grössten Teil der Zeit in Anspruch. Aber es sind schöne Arbeiten dort in dieser Atmosphäre. Um ein wenig abzuschalten, einfach losmarschieren! Einen Spaziergang über den gefrorenen See oder durch die endlosen Wälder kann ich nur empfehlen. Ein wenig heruntergekühlt durch die Aussentemperaturen freut man sich dann folgend auf eine finnische Fischsuppe und natürlich die Sauna. Sitzt man dann dampfend, nur mit einem Handtuch bekleidet auf dem Steg zur Sauna geniesst man totale Stille, absolute. Für mich war es erstens mehr Beängstigung als Entspannung, denn zu der Stille kamen mir auch noch die Geschichten des Gastvaters ins Ohr: "Nein, nein. Über die Bären hier brauchst du dir jetzt keine Sorgen machen, die haben Winterschlaf, jedoch die Wölfe sind noch recht aktiv in der Umgebung!" Rückblickend auf die eigene Situation, das man aufgewärmt, dampfend und schwitzend wie ein Sauerbraten, unbekleidet im Wald sitzt, macht das doch ein wenig einen nervösen Magen! Um es aber in einen Topf zu werfen, eine unglaublich schöne und einzigartige Erfahrung, diese Zeit, diese Umgebung und Atmosphäre im Herz von Finnland.

Nur zu empfehlen und hoffentlich bald auf unserer Speisekarte!

Im P.S.: Leider hatte ich meine Kamera vergessen!

Mittwoch, 11. Februar 2009

Huomenna - Morgen

...Morgen ist ein recht besonderer Tag!

Die Abiturienten haben ihre Streiche und Tagesplanung sorgfältigst ausgetüftelt und alles ist fertig für die Verabschiedung derer morgen. Die Lehrer aber auch viele der Schüler werden auf grosser Leinwand getrietzt und Reden werden gehalten. Nach diesem Programm in der Schule, gehts in und auf die Autos und ein grosser Abi-Zug fährt dann mit Fahnen und Geschrei durch die Stadt. Es wird alles grösser und besser organisiert als in Deutschland, ich freue mich schon sehr darauf es mitzuerleben und euch viele Fotos hochladen zu können. 

Desweiteren ganz wichtig, abends ist der erste Tanzabend des finnischen Schülertanzkränzchens und ich werde natürlich auch eine heisse Sohle aufs Parkett legen! Am Freitag wird genauso getanzt jedoch alles ein wenig entspannter und öffentlicher. Meine Garderobe: Ein Schwarzer Anzug - ein Weisses Hemd mit versteckten Knöpfen - eine Rosa (passend zu dem Kleid meiner Tanzpartnerin) Krawatte - dazu schwarze Schuhe und natürlich ein tadelloses Aussehen! Scherz. Ich muss zugeben ich bin ein wenig nervös, schliesslich tanze ich in der ersten Reihe und hie und da war im Training doch schon mal öfters ein kleiner Stolperer dabei! Aber es wird schon alles gut gehen, ich freue mich darauf!

Bilder kommen als bald als möglich!

Grüsse

der Dave

Donnerstag, 5. Februar 2009

Vaihto - Veränderung.

Hei,

Ich bins, Dave. Oder? In wieweit verändert man sich während einem Austauschjahr? In wieweit stellt man sich um, wird erwachsener, weitsichtiger? Oder verändert mich gar so, dass andere Menschen und alte Freunde nicht mehr dieselbe Person wie vor dem Abflug vor einem sehen, wenn sie mit ihm schreiben und über das Internet reden? Bleibt wirklich alles gleich in der Heimat, verändert sich nicht dort auch etwas während der Zeit eines Jahres? Treffen bei der Rückkehr dann diese unterschiedlichen Individuen in einer anderen Art zusammen und können vielleicht nicht mehr auf der selben Freundschaftsebene die Zeit verbringen?

Ich kann mich selbst nicht wirklich beurteilen in wie weit ich mich verändert habe, in wieweit ich jetzt nicht mehr derselbe Dave wie vor dem 3. August 2008 bin. Ich kann mein altes oder vielleicht immer noch selbes Ich fragen, was oder wer ich bin. Ich kann desweiteren nicht sagen ob ich mich positiv oder negativ verändert habe. Das macht mir ein wenig Angst, denn ich will nicht meine alten Freunde verlieren. Ich denke nicht, dass ich Problme mit meiner Familie habe, denn ich meine, sie hat meine Entwicklung über 17 Jahre verfolgt und sind Veränderung meinerseits in einer Art gewöhnt.

Ich will mich über das Thema in der nächsten Zeit ein wenig schlau machen und will sehen ob ich mir meine Fragen beantworten kann.

Herzlichst,

David